Es ist schon etwas ganz Besonderes, dass wir an dieser Stelle Klaus Schwinges zu 50 Jahren Mitgliedschaft im Foto Film Club Krefeld e.V. gratulieren dürfen. Was für eine lange Zeit? Und was für eine unfassbare Menge an Bilder und Erfahrung? Angefangen von den ersten Schwarzweißbildern, die in der eigenen Dunkelkammer entwickelt wurden, bis zur digitalen Fotografie und Bildbearbeitung unserer Tage. Klaus Schwinges hat alle diese Stationen miterlebt und damit gleichzeitig das Leben in unserem Club stark mitgeprägt, in dem er von Beginn an eine bestimmende Größe war.
Alles begann er in den 70-er Jahren, in der clubeigenen Dunkelkammer. Ein glücklicher Umstand führte dazu, dass er ab 1981 nicht nur ein eigenes Schwarzweiß-, sondern sogar ein Farblabor in seinem Keller hatte. Was jedoch so glücklich begann, endete jäh im Jahr 2003. Ein Starkregenereignis setzte seinen Keller unter Wasser und zerstörte nicht nur die Geräte in der Dunkelkammer, sondern – was wesentlich schwerer wog – nahezu alle Negative und Vergrößerungen. Plötzlich stand Klaus Schwinges also ohne fotografische Vergangenheit da.
Aber das ließ ihn nicht verzweifeln. Er machte weiter. Inzwischen hatte die digitale Fotografie Einzug gehalten und eröffnete ganz neue kreative Möglichkeiten. Aber Klaus Schwinges war immer klar, dass es nicht um Masse, sondern um Klasse geht. Ein Bild ist nur ein gutes Bild, wenn es den Betrachter berührt und im besten Fall eine Geschichte erzählt. Diese Erkenntnis zieht sich wie ein roter Faden durch sein fotografisches Werk.
In den Jahren 2011 bis 2018 hat er sich – zusammen mit einem befreundeten Clubkollegen – intensiv dem Lightpainting gewidmet. Typisch für ihn, denn wie in kaum einem anderen Genre kommt es hier auf minutiöse Planung und exakte Ausführung beim Fotografieren an. Mittlerweile widmet er sich neben der Landschafts-, Architektur und Streetfotografie verstärkt der Tierfotografie. Dabei geht es ihm nicht um die „typische“ Wildlife-Fotografie, sondern darum, Tiere zu portraitieren. Er möchte ihre Seele sichtbar machen. Seine fast menschlich wirkenden Aufnahmen von Gorillas stehen stellvertretend für diesen Ansatz. Ganz generell ist sein Credo, Bilder zu kreieren, die Geschichten erzählen, die den Betrachter einladen, sich länger mit ihnen zu beschäftigen und die emotional berühren.
Das Portrait von Klaus Schwinges wäre nicht vollständig, wenn nicht auch noch sein Engagement in der Wettbewerbsfotografie Erwähnung finden würde. Anfangs eher sporadisch, ab dem Jahr 2013 jedoch sehr intensiv, hat er an zahlreichen nationalen und internationalen Wettbewerben erfolgreich teilgenommen. Seine Art, die Dinge zu sehen und uns zu zeigen, hat bei Jurorinnen und Juroren ganz offensichtlich breiten Anklang und hohen Respekt gefunden. Zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen sind Beleg dafür.
50 Jahre Mitgliedschaft im Foto Film Club Krefeld e.V. Was bringt die Zukunft? Nun, Klaus Schwinges denkt gar nicht daran, in die „fotografische Rente“ zu gehen. Solange es seine Gesundheit zulässt, wird er weiter an sich arbeiten – stets bemüht, seine Kompetenz zu verbessern.
In diesem Sinne: Herzlichen Glückwunsch, Klaus Schwinges!


