Der Fotowalk zum Terrazoo in Rheinberg war eine ganz besondere Erfahrung für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Dafür sorgten zum einen unser Clubmitglied Andreas Drießen, der den Ausflug hervorragend vorbereitet und organisiert hatte, zum anderen aber insbesondere die Vielzahl an exotischen Reptilien, die im Terrazoo präsentiert werden. Nach der Schließung der Anlage für das Publikum konnte es losgehen. Unsere Clubmitglieder waren gespannt, was sie an diesem Abend erwarten würde.
Am Beginn stand eine kurze Einführung durch das Personal und ein Rundgang durch die Räume, um sich einen Eindruck von den vielfältigen Möglichkeiten zu machen, die die vielen – zum Teil rundum einsehbaren – Terrarien bieten und eine Auswahl für mögliche Motive zu treffen.
Den Fotografinnen und Fotografen (es waren insgesamt 12 Clubmitglieder dabei) kam dabei sehr zugute, dass sämtliche Scheiben blitzblank geputzt waren und die Lichtquellen in den Räumen nur sehr selten problematische Reflexe erzeugten. Bei vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Fotowalk fiel am Ende die Entscheidung über die Motive zugunsten von Makro- bzw. Nahaufnahmen. Das bot sich zum einen an, weil dadurch mögliche störende Bildelemente in den Terrarien vermieden werden konnten und zum anderen, weil solche Aufnahmen besonders eindringlich das Wesen vieler Tiere offenbaren. Mit viel Geduld und kritischem Blick entstanden so ganz außergewöhnliche Aufnahmen, die man so nur selten zuvor gesehen hat. Um z.B. das Züngeln einer Schlage einzufangen, waren Serienaufnahmen erforderlich, um den „richtigen Moment“ nicht zu verpassen. Bei Makro- bzw. Nahaufnahmen kam es vor allem darauf an, den passenden Bildausschnitt zu finden sowie Schärfepunkt und Schärfeverlauf perfekt an das Motiv anzupassen.
Den Höhepunkt des Fotowalks bildete der zweite Teil des Abends, denn die Pfleger holten einige Tiere, wie z.B. Vogelspinnen, kleinere Echsen etc. aus ihren Gehegen, um sie in einer künstlich gestalteten Landschaft lebensnah und ohne störendes Glas zwischen Fotograf*in und Tier in Szene zu setzen. Dabei wählten sie besonders solche Exemplare aus, die nicht allzu mobil sind und auch schon einmal für einige Sekunden ihre „Pose“ halten. Den anspruchsvollen Bedürfnissen ambitionierter Fotografinnen und Fotografen konnten die erfahrenen Tierpfleger auch dadurch entsprechen, dass die Landschaften so gestaltet waren, dass sie einen ruhigen Hintergrund und freien Blick auf Echse und Co. ermöglichten. Auch die Beleuchtung der Sets war ausgezeichnet, so dass spannende Helligkeitsverläufe möglich wurden. Und am Ende waren es auch die kleinen Tricks, die das I-Tüpfelchen in der Tierfotografie ausmachen. So wurden z.B. einige Reptilien durch die Pfleger mit einem feinen Wassernebel aus der Sprühflasche benetzt. Das hatte zur Folge, dass sowohl schöne Effekte durch Wassertröpfchen auf der Haut entstanden, als auch natürliche Reflexe der Tiere ausgelöst wurden, die sich mit der Zunge die Augen und die Kopfhaut ablecken und so einzigartige Momentaufnahmen ermöglichten.
Nach drei intensiven Stunden ging das spannende Erlebnis zu Ende und alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren begeistert von den entstandenen Aufnahmen. Der große Dank aller ging noch einmal an unser Clubmitglied Andreas Drießen, der nicht nur für die Idee, sondern auch für die Organisation dieses außergewöhnlichen Fotowalks verantwortlich war. Und ein ganz besonderes Lob galt am Ende den Tierpflegern des Terrazoo, die durch ihre große Erfahrung und ihr schier grenzenloses Engagement entscheidend dazu beigetragen haben, dass dieser Fotowalk so viele hervorragende Ergebnisse für alle ermöglicht hat.










